Hallo ihr Lieben,
auf dieser meiner Web-Seite möchte ich mich Euch vorstellen. So wisst ihr, mit wem ihr es zu tun habt. Wenn es euch nicht interessieren sollte, dann kilckt jetzt einfach weiter, auf meine Fotos oder alles andere, was ich hier veröffentliche.
Ein Leben ist eine Welt. So ist auch mein Leben einzigartig, so wie es Millarden außergewöhnliche und einmalige Welten auf diesem Planeten gibt. Ist es nicht so, dass gerade dies das Leben lebenswert macht?
Wir alle erleben diese Welt aus unserer ganz speziellen eigenen Perspektive, die immer anders ist, als die des Anderen oder des Nächsten. Meine Erfahrungen sind nicht deine Erfahrungen, auch wenn sie sich in vielen Dingenähneln könnten. Und doch prägen sie mich oder dich auf eine ganz spezielle Art und Weise.
Schmerz und Freude liegen oft ganz nahe beieinander. Und dies sind die Faktoren, die unser Leben bewegen und in die eine oder andere Richtung führen.
So wie der Schmerz meiner Mutter, als ich am 23 September 1959 in der Kaiser - Stadt Aachen geboren wurde, gleichzeitig auch ihre Freude war. Denn ich war das erste von drei Kindern, welches mein Elternhaus veränderte und lebendiger machte. Plötzlich war alles anders für meine Eltern und vor allem auch für mich.
Nach nur fünf Jahren waren wir zu fünft. Meine beiden Schwestern Marion und Gabriele (Gabie) folgten mir nach Aachen.
Leider musste mein Vater uns auf immer verlassen, als ich zehn Jahre alt war, Heute weiß ich noch nicht, was mich und meine Schwestern mehr geprägt hat. War es die Tatsache, dass er von uns gegangen ist, oder war es die Art und Weise war, wie er unsere kleine Familie alleine zurücklassen mußte.
Einer jeder Schicksal ist unergründlich. Auch wie das Schicksal eines Menschen mit Glück oder Unglück eines anderen Menschen verbunden ist. Wie zum Beispiel die Flucht vor dem Leben oder die Flucht vor der Verantwortung eines Menschen auf einer mysteriösen Art und Weise mit der unausweichlichen Heimkehr oder Rückkehr meines Vaters verbunden war.
Mein Vater, Polizei-Hauptwachtmeister Hans Dieter Reusch, verfolgte mit seinem Streifenwagen, wie es seine Pflicht war, einen flüchtigen Straftäter und wurde in einen schweren Unfall verwickelt. Die Ärzte der Klinik Aachen-Forst waren schnell zur Stelle und taten alles Menschen Mögliche, um die inneren Verletzungen meines Vaters mit Erfolg zu behandeln. Dort stießen sie leider auf einen Feind, der nur darauf wartete, das zu tun, wozu er bestimmt ist. So war es auch der Krebs in der Magengegend, der dem Leben meines Vaters seine unausweichlichen Grenzen zeigte.
Was wäre wenn? Wäre doch? Fragen, die sich vor allem meine Mutter stellte. Aber auch wir Kinder sind sozusagen in diese Fragen hineingewachsen, und haben bestimmte Weichen auf der Wegstrecke unseres Lebens gestellt.
Natürlich war es nicht einfach für meine Mutter, alleine mit drei Kindern. Mit Kindern, die der Zuwendungihres geliebten Vaters nachtrauerten. Gut, dass sie ihren neuen Partner fand, als ich 16 Jahre alt war. So konnte ich mich auf meine Lehre als Matrose konzentrieren. Für mich war es anfangs nicht einfach, einen zweiten Mann zu akzeptieren. Dass dies ein positiver Anstoß für mein Leben bedeutete, verstand ich erst, als ich selbst Vater wurde. Die ich auch de Umständen des neuen Lebens meiner Familie zu verdanken habe. Denn sie folgte meinem zweiten Vater in den Hunsrück. Wo ich meine Urlaub auf Land machte.
So führte das Schicksal meiner Mutter zu meinem Glück. Denn auf dem Hunsrück lernte ich meine Frau kennen, mit der ich fünf Kinder haben durfte. Jetzt war meine Welt wieder in Ordnung. Nach acht Jahren auf der Reise als Steuermann durfte ich nun das Ruder meiner neuen und eigenen Familie in die Hand nehmen. So ließ ich auch, als mein erstes Kind geboren wurde, das Leben auf dem Wasser zurück, um so den festen Boden unter meinen Füßen zu genießen. Endlich hatte ich die Wärme der Familie zurück. Ich konnte wieder zurück zu meinen Wurzeln.
Wie mein Großvater ernährte ich meine Familie als Industriearbeiter. Obwohl mich die Freiheit auf dem Wasser prägte, so träumte ich doch immer von dem Leben mit Familie und Arbeit auf Land. Als Fan von Schalke 04, dem Verein Deutschlands, der schon immer von Arbeitern getragen wurde und wo ich ein zu Hause gefunden habe, war es mehr als verständlich, in welche Richtung meine Träume mich führen würden.
Die Freiheit als Steuermann erlebte ich und erlebe ich noch heute auf dem Motorrad und auf dem Pferd. So finde ich zu mir. Hier bin ich mit mir alleine und kann die Freuden und Sorgen meines Lebens verarbeiten.
Auch als nach 25 Jahren meine Ehe auseinanderging. Ich verlor meinen Halt. Die Angst wieder allene durchs Leben gehen zu müßen, bedrückte mich lange Zeit. So dauerte es nicht lange, bis ich mit meiner zweiten Frau zusammenleben durfte, die auch 2 Kinder mit in unser Leben brachte und mich mit ihnen bereicherte.
Gerade in der heutigen Zeit ist der Halt einer Familie das wichtigste. Sie gibt uns ein zu Hause auf dieser Erde. Auch wenn wir immer Steuermann unserer Lebensreise bleiben werden.
Euch allen wünsche ich, dass auch ihr euer Schiff in einen sicheren Hafen steuern könnt.
Bis auf bald